Die Papier-Verschwendung der Industrienationen
Ebenso wie mit allen Ressourcen wird in den Industrieländern auch mit Papier verschwenderisch umgegangen.

- Der Rohstoff Altpapier liegt praktisch vor der Tür. Die Deutschen sind mit einer Sammelquote von nahezu 80% Weltmeister.
- Die Produktion ist wesentlich umweltverträglicher als die von Frischfaser-Papier, da weder Urwälder abgeholzt, noch Zellstoffe schadstoff- und energiereich gewonnen werden müssen. Auch Wasserverbrauch und - belastung sind deutlich geringer.
Ökobilanz für 1 kg Papier:Ökobilanz für 1 kg Papier:
*CSB bezeichnet den chemischen Sauerstoff-Bedarf bei der biologischen Abwasserklärung und zeigt die Abwasser-Belastung an.
Die Qualität von Recycling-Papier kann mit derjenigen von Frischfaser-Papier problemlos mithalten. Institutionen wie 'Stiftung Warentest' und das Bundesamt für Materialprüfung testeten in den vergangenen Jahren mehrfach Recycling-Papiere unterschiedlicher Sparten. Immer waren Frischfaser- und Recycling-Papier gleichauf.
Große Firmen mit einem Verbrauch von bis zu 75 Millionen Blatt Recycling-Papier pro Jahr können keine Nachteile feststellen. Bei großen Mengen ist Recycling-Papier preisgünstiger als Frischfaser-Papier.
Unberechtigte Vorurteile gegen Recyclingpapier
Auch die Papierindustrie gibt sich Mühe, Recyclingpapier schlecht zu machen, um ihr Frischfaser-Papier besser zu verkaufen:
"Recycling-Papier ist teurer als Frischfaser-Papier"
Der Preis hängt von der abgenommenen Menge ab. In größeren Mengen ist Recycling-Papier 10 - 15 Prozent billiger als vergleichbares Frischfaser-Papier. Das belegen mehrere Studien. Betriebswirtschaftlich lohnt sich eine Umstellung auf Recycling-Papier. Bei der Finanzverwaltung NRW beliefen sich 1996 die Einsparungen allein beim Kopierpapier auf 27.000 DM.
Große Firmen mit einem Verbrauch von bis zu 75 Millionen Blatt Recycling-Papier pro Jahr können keine Nachteile feststellen. Bei großen Mengen ist Recycling-Papier preisgünstiger als Frischfaser-Papier.
Unberechtigte Vorurteile gegen Recyclingpapier
Auch die Papierindustrie gibt sich Mühe, Recyclingpapier schlecht zu machen, um ihr Frischfaser-Papier besser zu verkaufen:
"Recycling-Papier ist teurer als Frischfaser-Papier"
Der Preis hängt von der abgenommenen Menge ab. In größeren Mengen ist Recycling-Papier 10 - 15 Prozent billiger als vergleichbares Frischfaser-Papier. Das belegen mehrere Studien. Betriebswirtschaftlich lohnt sich eine Umstellung auf Recycling-Papier. Bei der Finanzverwaltung NRW beliefen sich 1996 die Einsparungen allein beim Kopierpapier auf 27.000 DM.
"Recycling-Papier ist nicht kopierfähig, schmirgelt Trommeln und Walzen der Kopierer ab und läßt den Kopierer verstauben"
Das stimmt nicht:
- Das Bundesamt für Materialprüfung bewertet Recycling-Papier in Hinblick auf seine Kopierbarkeit als völlig gleichwertig gegenüber Frischfaser-Papier. Es gasen weder Harze noch Druckfarben aus. Es lässt den Kopierer nicht verstauben. Wegen des Graustichs ist nicht mehr Toner erforderlich.
- Die Stiftung Warentest bewertet Recycling-Kopierpapiere: "Sie stehen den Neupapieren in nichts nach."
- Bei der Finanzverwaltung NRW sind in 20 Jahren weder beim Kopieren noch bei allen anderen Anwendungen Schwierigkeiten aufgetreten.
- Verschiedene Großunternehmen (5-75 Mio. Blatt/Jahr), die auf Recycling-Papier umgestiegen sind, können nicht von einer höheren Anfälligkeit oder Ausfällen und Qualitätseinbußen berichten - auch nicht beim Drucken und Faxen. Die Bildqualität von Grafiken auf Recycling-Papier gilt inzwischen als sehr gut.
- Alle Hersteller von Kopierern garantieren den störungsfreien Einsatz von Recycling-Papier auf ihren Geräten.
Auch das stimmt nicht. Das Bundesamt für Materialprüfung testete Recycling-Kopierpapiere auch auf ihre Alterungsbeständigkeit hin und stellte die Einhaltung der Klasse LDK-6-70 DIN 6738 fest. Demnach sind die Recycling-Papiere einige hundert Jahre problemlos archivierbar.
"Altpapier kann nicht unbegrenzt wiederverwertet werden, weil dann die Papierfasern zu kurz werden"
Die Papierfaser lässt sich fünf- bis sechsmal wiederverwerten. Daher muss bei jedem Recyclingprozess ein gewisser Anteil von neuen Fasern hinzukommen. Der größte Teil der Verpackungspapiere und -pappen wird seit über hundert Jahren ohne Schwierigkeiten nahezu vollständig aus Altpapier hergestellt. Dies beweist, dass Altpapier in hohem Maße wiederverwertet werden kann.
"Altpapier ist wegen Verunreinigungen und Druckfarben zur Herstellung hochwertiger Papiere ungeeignet"
Durch Reinigung und Entfernen der Druckfarbe (De-Inking) wird eine so hohe Faserqualität erreicht, dass das Papier sogar als graphisches Papier eingesetzt werden kann.
"Das Produkt, das ich benötige, gibt es nicht in Recycling-Papier"
"Altpapier kann nicht unbegrenzt wiederverwertet werden, weil dann die Papierfasern zu kurz werden"
Die Papierfaser lässt sich fünf- bis sechsmal wiederverwerten. Daher muss bei jedem Recyclingprozess ein gewisser Anteil von neuen Fasern hinzukommen. Der größte Teil der Verpackungspapiere und -pappen wird seit über hundert Jahren ohne Schwierigkeiten nahezu vollständig aus Altpapier hergestellt. Dies beweist, dass Altpapier in hohem Maße wiederverwertet werden kann.
"Altpapier ist wegen Verunreinigungen und Druckfarben zur Herstellung hochwertiger Papiere ungeeignet"
Durch Reinigung und Entfernen der Druckfarbe (De-Inking) wird eine so hohe Faserqualität erreicht, dass das Papier sogar als graphisches Papier eingesetzt werden kann.
"Das Produkt, das ich benötige, gibt es nicht in Recycling-Papier"
Mittlerweise werden fast alle Papierartikel auch aus Recycling-Papier hergestellt. Es gibt Geschenkpapier und -verpackungen, Briefpapier, Umschläge und Versandtaschen, Kopierpapier in vielen Farben (tauglich für alle Drucker und Kopierer), Schulhefte jeder Art, Kalender, Notizbücher und -blöcke, EDV-Papier, Geschäftspapiere...
Wenn manche Produkte aus Recycling-Papier nicht immer leicht zu finden sind, liegt das an der sinkenden Nachfrage und einem Teil des Handels, der kein Interesse an der Vermarktung von Recycling-Papier zeigt.
Umwelt-Siegel
Wenn manche Produkte aus Recycling-Papier nicht immer leicht zu finden sind, liegt das an der sinkenden Nachfrage und einem Teil des Handels, der kein Interesse an der Vermarktung von Recycling-Papier zeigt.
Umwelt-Siegel
Die Industrie hat eine Reihe von "Umweltsiegeln" erfunden, mit denen sie ihre Papierprodukte anpreist. Die meisten dieser Siegel sind irreführend, weil sie fälschlich Umweltverträglichkeit suggerieren und die Verbraucher und Verbraucherinnen verunsichern.
Siegel die empfohlen werden können sind:
1
2
3
4
5
(1) Blauer Engel
Umweltzeichen des Umweltbundesamtes. Es garantiert, dass 100% Altpapier und nur bestimmte Stoffe zur Herstellung benutzt wurden und dass die Qualität mindestens folgende Normen erfüllt: DIN 6733 Briefhüllenpapier -
DIN 6738, Alterungsbeständigkeit (LDK-6-70) einige hundert Jahre bei korrekter Lagerung -DIN 19307 Papier und Karton für Bürozwecke - DIN 19309 Papier und Karton für Kopierzwecke - Beschreibbarkeit, Alterungsbeständigkeit, Laufeigenschaften von Kopierpapier, Farbkontrast sind wie alle anderen qualitativen Eigenschaften mit denen von weißem Frischfaserpapier gleichwertig. - Der Weißegrad liegt zwischen 60% - 90%. Bei der Herstellung müssen hohe Anforderungen an die Zusatzstoffe, Bleichmittel etc. eingehalten werden. Der Wasser- und Energiebedarf und die Abwasserbelastung ist erheblich niedriger als bei weißem Frischfaser-Papier.
DIN 6738, Alterungsbeständigkeit (LDK-6-70) einige hundert Jahre bei korrekter Lagerung -DIN 19307 Papier und Karton für Bürozwecke - DIN 19309 Papier und Karton für Kopierzwecke - Beschreibbarkeit, Alterungsbeständigkeit, Laufeigenschaften von Kopierpapier, Farbkontrast sind wie alle anderen qualitativen Eigenschaften mit denen von weißem Frischfaserpapier gleichwertig. - Der Weißegrad liegt zwischen 60% - 90%. Bei der Herstellung müssen hohe Anforderungen an die Zusatzstoffe, Bleichmittel etc. eingehalten werden. Der Wasser- und Energiebedarf und die Abwasserbelastung ist erheblich niedriger als bei weißem Frischfaser-Papier.
(2 + 3) Original-Umweltschutzpapier
Dieses übertrifft noch die Umweltverträglichkeit des blauen Engel, da bei der Produktion weder die im Altpapier vorhandenen Druckfarben physikalisch/chemisch entfernt werden (De-Inking), noch das Papier gebleicht wird. Bei der Herstellung wird der Wasserverbrauch so gering wie möglich gehalten. Ausschließlich Altpapier (100%)
(4 + 5) ÖKOPA und ÖKOPA plus
Steht für "weißes" Recyclingpapier aus 100% Altpapier. Durch Oberflächenleimung mit Naturstoffen entsteht ein umweltfreundliches Weiß. Ohne Bleiche und De-Inking. Die Qualität entspricht der von weißem Frischfaserpapier.
Papiersorten

Frischfaserpapier-Herstellung
Frischfaser-Papier wird aus Zellstoff gewonnen. Der Rohstoff dafür ist Holz. Zur Isolation des Zellstoff wird es ca. 4 Stunden unter hohem Druck bei 160° C in einer alkalischen Schwefelsalzlösung gekocht. Die Reststoffe Lignin und Hemizellulosen werden verbrannt. Der braune Zellstoff wird in mehreren Schritten mit Chlor- oder Sauerstoffverbindungen gebleicht und immer wieder in einer großen Trommel gewaschen. In Europa hat sich die chlorfreie Bleiche inzwischen etabliert. Zuletzt spritzen Düsen den Faserbrei auf ein schnelllaufendes Sieb. Der Zellstoff wird entwässert, gepresst und zur Verarbeitung in die Papierfabrik gebracht.
Recyclingpapier-Herstellung
Bei der Produktion von Recycling-Papier fehlt die Zellstoffproduktion.Der Rohstoff Altpapier wird in Wasser und Chemikalien in seine Fasern aufgespalten. Druckfarben und Verunreinigungen können per "De-Inking" entfernt werden. Dabei quellen die Fasern in einem Becken auf und die Schmutzpartikel verbinden sich mit aufsteigenden Luftblasen. Theoretisch ließe sich der de-inkte Faserstoff noch bleichen, doch die meisten Hersteller verzichten darauf.
Man erkennt hier leicht, daß die Zellstoffproduktion nicht nur aufwendiger ist, sondern auch wesentlich mehr Energie- und Wasserverbrauch bedeutet.Recyclingpapier-Herstellung
Bei der Produktion von Recycling-Papier fehlt die Zellstoffproduktion.Der Rohstoff Altpapier wird in Wasser und Chemikalien in seine Fasern aufgespalten. Druckfarben und Verunreinigungen können per "De-Inking" entfernt werden. Dabei quellen die Fasern in einem Becken auf und die Schmutzpartikel verbinden sich mit aufsteigenden Luftblasen. Theoretisch ließe sich der de-inkte Faserstoff noch bleichen, doch die meisten Hersteller verzichten darauf.
Holzstoff-Herstellung
Holzstoff ist ein ganz anderes Thema. Hier raspeln Klingen Holzfasern ab, die dann zerkocht werden. Allerdings ist das Ergebnis eher gelblich und wenig stabil. Da Lignin und Hemizellulosen noch enthalten sind, werden die Fasern schnell hart und spröde und vergilben schnell. Wegen der geringeren Qualität wird Holzstoff auch sehr selten (max. 10%) eingesetzt. Typische Produkte sind Bierdeckel und manche Hygienepapiere, insgesamt also eher kurzlebige Produkte.
Umweltbelastung
Die Produktion von Frischfaserpapier belastet die Umwelt in hohem Maße im Gegensatz zur Produktion von Recycling-Papier.

Großhändler / Versandhandel für Recycling-Papier
Bei diesen Firmen kann man alle nur erdenklichen Produkte aus Recyclingpapier bestellen.
Oft kann man sich sogar Muster (z.B. von Kopierpapier) schicken lassen:
| Memo AG Am Biotop 6 97295 Greußenheim Tel. 09369 / 950-0 Kataloganforderung : info@memo.de Homepage : www.memo.de | Steinbeis Temming Papier GmbH & Co. Postfach 12 20 25343 Glückstadt# Tel. 04124 / 61-335 Fax 04124 / 61-509 Homepage : www.steinbeis-temming.de |
| Schneidersöhne Buisiness Paper GmbH & Co. Vertriebszentrum West Emil-Hoffmann-Str. 15 50996 Köln Tel. 02236 / 606260 Fax 02236 / 606210 Homepage :www.schneidersoehne.com | WUP GmbH Doerriesweg 10 22525 Hamburg Tel. 040 / 401 34 11-0 Fax 040 / 401 34 111 Homepage : wup-gmbh.de |