Die Geschichte vom Bangkirai


Haben Sie schon einmal auf einer Internet-Suchmaschine nach dem Begriff Bangkirai gesucht? Wenn ja, dann wissen Sie wovon wir sprechen.

Sie finden Einträge wie: „traumhafte Holzterrassen“, „Gartenholz“, "Terassen- bohlen“ oder „Bangkirai – wie verbohren?“. Jetzt wissen Sie was Bangkirai ist – oder?

Selbst wenn Sie Ihre Suche nun auf Wikipedia ausdehnen werden Sie nicht unbedingt schlauer. Wenigstens erfahren Sie, dass Bangkirai ein Baum ist, dessen Verwendung zunehmend bei uns Anwendung findet. In Wikipedia erfahren Sie wozu dieser Baum alles nutzt. Er ist schwer und sehr gut wetterbeständig. Das Kernholz ist sehr beständig gegen Pilze und Insekten. Bangkirai ist eines der widerstandsfähigsten Hölzer, auch unter tropischen Bedingungen ist es dauerhaft.

Die Einstufung der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen holzzerstörende Pilze nach DIN/EN 350-2 erfolgt in Klasse 2 (dauerhaft). Die Lebenserwartung unter gemäßigten Klimabedingungen beträgt 15 bis 25 Jahre.

So wissen Sie jetzt was Bangkirai ist?

Nein natürlich nicht! Denn das was diese Bäume auszeichnet finden Sie im Internet nicht. Jedenfalls nicht bei der herkömmlichen Suche. Oder meinen Sie die Industrie wäre daran interessiert, Sie über den wahren Nutzen des Bangkirai aufzuklären?

Der Nutzen eines Bangkirai-Baumes besteht darin, an der Stelle zu stehen, die seinen biologischen Bedürfnissen entsprechend ausgerichtet ist. Er steht einfach nur in der Landschaft, zwischen vielen seiner Kollegen. Was hat das für einen Sinn, wenn er sich doch so gut als Gartenstuhl auf unserer Terrasse macht? Nun wir denken der Sinn liegt darin, dass er in seiner natürlichen Umgebung nicht nur einem Individuum einen Platz zum Ausruhen bietet, sondern unzähligen Lebewesen eine Heimat bietet.

Eines der größten Probleme die der Bangkirai hat, ist sein Verbreitungsgebiet auf Borneo. Nicht nur das sein Holz unseren Garten schmückt macht ihn so begehrt, sondern auch das die Fläche auf der er sich ausbreitet viel lieber von Palmen besiedelt wäre. Sie wissen, die Palmen aus deren Früchten Öl gewonnen wird. So kommt es, dass der Bangkirai auf Borneo immer seltener gesehen wird und einer der in seinen Ästen sitzt ebenso, der Waldmensch.
Bankirai Shorea spp., subg. Shorea (Balau, bangkirai)

Herkunft:
Asien (Indonesien, Malaysia)

Verwendung:
Vielseitig: Gartenmöbel, Terassenbau, Schiffsbau, Brückenbau, Pergolen, Sichtzäune

BEWERTUNG

Herkunft: nicht zurückverfolgbar
Waldwirtschaft: Raubbau, illegaler Einschlag einzigartiger Regenwälder
Soziale Probleme: Menschrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Plantagen, Bedrohung der
Landrechte indigener Völker.
Bedrohung von Tierarten: Hoch (Orang-Utan, Tiger, Borneo-Rhinozeros)

 
Merken Sie sich den Begriff =BANGKIRAI=. Beim nächsten Besuch Ihres Baumarktes sehen sie diesen Baum. Fragen Sie dort den Verkäufer einmal wo dieser Baum zuvor stand. Fragen Sie ihn auch ruhig was mit dem Wesen geschah, das auf diesem Baum saß.

Wikipedia endet seinen Bericht über den Bangkirai so: Das Holz ist nur selten mit Zertifikat erhältlich. Eine Herkunft aus Raubbau ist nicht auszuschließen. Wir lassen diesen Satz jetzt einfach so stehen, denn hier passiert ihm nichts, er darf hier stehen und wird nicht gefällt.